Stuttgart (ars). Das im April 2007 veröffentlichte Buch „Jesus von Nazareth“ von Papst Benedikt XVI./ Joseph Ratzinger ist Gegenstand einer Tagung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom 26. bis 27. April im Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim. Unter dem Titel „Gotteserscheinung und Gottesdienst“ wird vor allem der Zusammenhang von Altem und Neuem Testament, aber auch von Bibel und Liturgie thematisiert.
In seinem Buch, das binnen kürzester Zeit ein Weltbestseller wurde, betont Joseph Ratzinger, die in den Evangelien erzählten Begebenheiten des Lebens Jesu seien „sozusagen liturgische Ereignisse“. Sie stünden in einem „inneren Zusammenhang“ mit der jüdischen Liturgie und so auch mit der Schöpfung. Diese sei für den wahren Gottesdienst da, der immer zugleich Liebesdienst am Nächsten ist (vgl. die Szene der Fußwaschung). Mit der Tradition versteht Papst Benedikt nicht nur die Sakramente der Kirche worthaft, sondern auch das biblische Wort Gottes sakramental. Jesus als das ‚fleischgewordene Schöpfer-Wort Gottes’ wird von daher als das sakramentale „Wort Gottes in Person“ verstanden: In ihm werden „auf unerwartete Weise Gott und Mensch eins, wird ‚Hochzeit’, freilich … durch das Kreuz hindurch“.
Die Tagung will besonders die Grundlagen der Theologie Joseph Ratzinger erhellen, die in seinem Jesus-Buch vorausgesetzt werden. So referiert der Professor für Dogmatik und Liturgiewissenschaft Michael Schneider SJ (Frankfurt St. Georgen) über die Themen „Welt-Geschichte als Liturgie“ und „Theologie als Mystagogie“. Der Alttestamentler Ludger Schwienhorst-Schönberger (Wien) fragt nach dem „Jesus-Zeugnis des Alten Testaments“ und nach der inneren Einheit von Altem und Neuem Testament: „Jesus als Offenbarung des einen Sinns der Schrift“. Der junge Liturgiewissenschaftler Dr. Stephan Wahle (Freiburg) beleuchtet die Konzeption der Einheit von Schöpfung, Offenbarung und Erlösung bei Joseph Ratzinger und Franz Rosenzweig; der Titel seines Vortrags: „Jesus, der jüdische Festkalender und das Kirchenjahr“. (ars/kwh)
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
