Stuttgart (ars). Der Preis der Georges-Anawati-Stiftung ist am Samstag (1. März) im Rahmen des internationalen Fachkongresses des „Theologischen Forums Christentum – Islam“ der Aka-demie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart-Hohenheim an zwei Nachwuchswissen-schaftler verliehen worden. Amin Rochdi (Erlangen) erhielt den ersten Preis für seinen Essay „Von Schweinefleisch wird mir immer schlecht“. Der zweite Preis ging an die Berliner Studentin der evangelischen Theologie Sandra Lenke.
Mit dem Preis zeichnet die Stiftung originelle wissenschaftliche Arbeiten zum Zusammenleben von Christen und Muslimen aus. Die Essays der beiden Nachwuchswissenschaftler, die sie als Teilnehmer der Studienwoche „Christlich-Islamische Beziehungen im europäischen Kontext“ im Juli 2007 im Tagungszentrum Hohenheim verfassten, wurden von einer unabhängigen Jury aus-gewählt. Die Preisverleihung nahm der ehemalige Islamreferent der EKD, Heinz Klautke, vor, der selbst Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Georges-Anawati-Stiftung ist.
Amin Rochdi, der im Sommer sein Lehrerstudium (Deutsch, Geschichte, islamische Religion) beendet, führt die Leser vom Schweinefleisch in die Schule, entdeckt dabei die Bedeutung des Religionsunterrichts, kommt von da selbstkritisch zu den Religions-Kenntnissen von Christen und Muslimen im Zusammenleben, fragt nach der angemessenen Gestaltung dieses Unterrichts für die Praktizierung eines reflektierten Islams und hält Ausschau nach Bundesgenossen.
Sandra Lenke setzt in ihrem Essay „Nicht Herr im eigenen Haus? Christliche Selbstbesinnung als Beitrag zum interreligiösen Dialog“ bei der neuen Islam-Handreichung der EKD von 2006 „Klarheit und gute Nachbarschaft“ ein und fragt nach der angemessenen Dialoghaltung. Sie sucht nach einem Dialog-Modell, bei dem so mit Differenzen umgegangen wird, dass sie ohne Übergriffe auf die Identität und das Selbstverständnis des Anderen vorgenommen werden. Philo-sophische Untersuchungen zum Umgang mit dem Fremden erscheinen ihr hilfreich, um zu einem neuen Dialog-Ansatz zu kommen.
Die Preise, die auch im nächsten Jahr wieder vergeben werden, sind mit 500 und 400 € dotiert.
(ars/kwh)
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
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Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
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werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
