Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Montag, 17. Dezember 2007

"Ist Gott Jude geworden?"

Epiphanie-Tagung vom 5. bis 6. Januar in Weingarten beschäftigt sich mit Sinn und Profil des christlichen Inkarnationsglaubens

Weingarten (ars). Unter dem Titel "Ist Gott Jude geworden?" beschäftigt sich die Epiphanie-Tagung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom 5. bis 6. Januar in Weingarten mit Sinn und Profil des christlichen Inkarnationsglaubens. Im Mittelpunkt steht die Einheit von Weihnachten und Ostern sowie die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Sinn das Judesein Jesu für das universale Heil aller Menschen von Bedeutung ist.

In der Einladung zur Tagung wird der innere Zusammenhang zwischen der 'Fleischwerdung' Gottes in Jesus Christus und seiner Passion mit dem 'Abstieg ins Reich des Todes' bis hinab zu 'Adam' herausgestellt. In den Sakramenten von Taufe und Eucharistie werde dieser Zusammenhang deutlich. Die Fleischwerdung des Schöpferwortes "zielt eben auf die Hingabe des Fleisches am Kreuz, die uns im Sakrament zugänglich wird" (J. Ratzinger). Zugang zum 'Himmelreich' und himmlischen Vater habe nur, wer (in der Taufe) aus Geist und Wasser wiedergeboren wurde, was den ‚Tod’ des 'alten Adam' einschließe: "Eins ist des andern End und auch sein Anbeginn:/ Wenn Gott geboren wird, so stirbet Adam hin" (Angelus Silesius).
Dieser Gedanke zeige sich auch schon auf orthodoxen Ikonen von der Geburt oder der Taufe Jesu, wenn die Erdhöhle oder das Wasser wie ein Grab erscheinen. Ebenso entsprächen in der ostkirchlichen Liturgie die Gesänge in der Woche vor Epiphanie den Gesängen der Karwoche. Die Botschaft von Weihnachten sei dieselbe wie die des Karfreitags. Werde an Weihnachten gesungen: "Heut' schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis…", so verheißt der Gekreuzigte dem mitgekreuzigten reumütigen Schächer (als Bild jedes Getauften): "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein" (Lk 23,43).
Die Menschwerdung Gottes bis zum Tod am Kreuz sei so zu verstehen als Wiederherstellung und Vollendung der ursprünglichen Berufung des gottbildlichen Menschen zum Priester der Schöpfung, König der Welt und Propheten Gottes. Die Kirche als Gemeinschaft der Getauften sei eine "königliche Priesterschaft", was auch schon das Volk Israel sein soll, mit dem Gott stellvertretend für die Menschheit einen 'Bund' zur vollkommenen Gemeinschaft mit ihm schließt. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage nach der Bedeutung des Judeseins Jesu für das Heil der Menschheit im 'Neuen Bund'. Referenten sind Professor Micha Brumlik (Frankfurt), der frühere Direktor der katholischen Akademie Aachen, Hans Hermann Henrix, sowie der Theologe und Pfarrer Heiko Merkelbach (Stuttgart). (ars/kwh)



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Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.

Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr

Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010

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