Stuttgart (ars). Großen Zuspruch fand eine Fachtagung zu aktuellen Themen aus der Lebenswelt von Familien und zu Perspektiven für eine nachhaltige Familienpolitik vom 27. bis 28. November in Hohenheim. Annähernd 150 Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern diskutierten mögliche Wege zu mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland.
Der eigenen Bevölkerung gilt Deutschland als „wenig familienfreundliches Land", sagte Sozialforscher Wilhelm Haumann, der sich auf Befunde repräsentativer familienbezogener Befragungen bezog. Sowohl die meisten Menschen wie auch die Rahmenbedingungen für Familien würden von der Mehrheit (57 bzw. 66 Prozent) als „nicht so familienfreundlich" beschrieben. Andererseits sei Familie nach wie vor eine attraktive Lebensform für Frauen und Männer.
Haumann zufolge ermittelte die Forschung ein ganzes Bündel von Handlungsfeldern für mehr Familienfreundlichkeit. Dazu gehören neben einer familienbewusste(re)n Arbeitswelt mit innovativen Lösungen zur Balance von Familie und Beruf zum Beispiel auch die finanzielle Unterstützung und Förderung von Familien sowie der Auf- und Ausbau einer adäquaten Infrastruktur (Kinderbetreuung, Erziehungshandeln, Pflege der älteren Generation). An diesen Themenbereichen habe sich die Familienfreundlichkeit in unserem Land neu zu bewähren, so Haumann.
Malte Ristau (Foto), Leiter der Abteilung Familienpolitik im Bundesministerium und einer der „Architekten" der Familienpolitik der gegenwärtigen Bundesregierung, betonte in der Podiumsdiskussion, dass Deutschland bei der Schaffung familienfreundlicher Bedingungen noch lange nicht am Ziel sei. Mit der bereits begonnenen Neuausrichtung familienpolitischer Leistungen, wofür auch und vor allem das eingeführte Elterngeld stehe, sei man aber auf einem Erfolg versprechenden Weg. Das bisher Erreichte müsse als Ansporn für weitere Verbesserungen verstanden werden, so Ristau.
Nach seiner Ansicht darf Familienpolitik aber nicht allein als staatliches Handeln begriffen werden. Gefordert seien vielmehr auch Unternehmen und Verbände sowie zivilgesellschaftliche Kräfte. Sie alle könnten einen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel und zu einer nachhaltigen und gezielten Stärkung von Familien leisten.
Durchgeführt wurde die Tagung von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Familienforschung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Einig waren sich die Teilnehmer/innen darin, dass die gesellschaftlichen Bedingungen für die Gründung von Familien und das Leben mit Kindern im Rahmen von Folgeveranstaltungen weiter untersucht werden sollten. (ars/kwh)
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
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Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
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