Stuttgart (ars). „Die Welt er-zählen" lautet der Titel einer offenen Akademietagung am 5. und 6. Mai im Tagungszentrum Hohenheim, die sich mit der Bedeutung und Symbolik der Zahlen in Schöpfung und Bibel befasst. Die frühe Theologie, heißt es in der Ankündigung, sei überzeugt gewesen, dass die Zahlen das tragende Gerüst des ganzen Weltbaus sind: „Nimm die Zahlen aus der Welt, und sie bricht zusammen", so einer der bedeutendsten Schriftsteller des Frühmittelalters, Isidor von Sevilla.
Eine Einführung in die biblische Symbolik der Zahlen gibt der Alttestamentler Jürgen Werlitz (Augsburg) unter dem Titel: „Von Methusalem bis zum Tier der Apokalypse" (mit der Zahl 666). Die Maße 30 x 300 x 50 für den Bau der die Welt rettenden Arche Noahs, des zehnten der biblischen Stammväter, nimmt der Theologe Hartmut Günther (Burgstetten) zum Anlass, um in die Bedeutung der Grundzahlen in der jüdischen Mystik einzuführen. Auch der Gottesname JHWH (10-5-6-5 = 26) ist zahlensymbolisch gedeutet worden, und zwar nicht nur mit Blick auf die Offenbarung des Gottesnamens gegenüber Mose als der 26. Generation (nach Adam), sondern auch im Hinblick auf die Schöpfung. Dasselbe gilt für das Kreuz, dessen (Zahlen-) Symbolik Pfarrer Günther zusammen mit den Gottesnamen als das „Maß aller Dinge" erschließt.
Eine Einführung in die mittelalterliche Zahlenallegorese und den Zusammenhang von Schöpfung und Erlösung als „das eine Heilswerk Gottes" gibt der Germanist Rudolf Suntrup (Münster), der zusammen mit Heinz Meyer ein voluminöses Lexikon zur mittelalterlichen Zahlenbedeutung vorgelegt hat. Den Abschluss bildet – anknüpfend an die biblische Überzeugung, dass Gott alles „nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet" hat (Weisheitsbuch 11,20) – die Freiburger Philosophin Regine Kather, die das Verhältnis zwischen den Zahlen als bedeutungsvollen Symbolen und als messbaren Größen in Philosophie und Naturwissenschaft untersucht. (ars/kwh).
Hinweis: Weitere Informationen unter www.akademie-rs.de; Anmeldung unter 0711 1640-726 oder unter hoffmann@akademie-rs.de
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
