Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
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10 Jahre nach Dayton

Das Verhältnis der Religionen und Volksgruppen in Bosnien-Herzegowina

Informationsreise für Journalistinnen und Journalisten nach Sarajevo 25. - 30. Juni 2005


Sarajevo - 10 Jahre nach Dayton (Foto: Elisabeth Zoll)Vor bald 10 Jahren wurde mit dem Abkommen von Dayton der Grundstein für die Beendigung der Kriegshandlungen in Bosnien-Herzegowina gelegt.
Die schrecklichen Bilder dieses Krieges (der Fall von Srebrenica war am 11. Juli 1995) sind bis heute unvergessen. Doch was ist inzwischen geschehen?

Haben diejenigen Recht behalten, die ein Auseinanderrücken der einzelnen Gruppen, eine ethnische Homogenisierung prophezeit hatten? Hat es einen nachhaltigen Beitrag des Westens zum Wiederaufbau und zur Etablierung zukunfts- und tragfähiger Strukturen gegeben? Welche Rolle spielen die Religionen in dieser inzwischen 10 Jahre dauernden „Nachkriegszeit“? Was ist insbesondere aus dem bosnischen Islam geworden, dem einzigen Islam europäischer Prägung mit langer Tradition und Erfahrung im Zusammenleben mit anderen Religionen; einem Islam mit dem sich so viele Hoffnungen verbunden hatten hinsichtlich der Entstehung muslimischer Gemeinden in Westeuropa?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Studienreise, die die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom 25. – 30. Juni 2005 für Journalistinnen und Journalisten veranstaltete. Die Akademie ist bestrebt, den Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen und politischen Gruppierungen auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern. Seit mehr als 20 Jahren realisiert sich dies u.a. in Arbeitsschwerpunkten wie „Migration – Ausländerpolitik / Ausländerrecht“ und „Christlich-islamischer Dialog“.

Ziel der Reise war neben der Vermittlung vielfältiger Hintergrund-Informationen auch ein Beitrag gegen das Vergessen hierzulande. Darüber hinaus sollte die Reise ein Zeichen angesichts von Resignation und Perspektivlosigkeit sein, die sich bei vielen Menschen in der Region ausbreiten – einer Region inmitten Europas, aber am Rande des Geschehens und einer Region, die gerade in Süddeutschland durch die Einwanderung der „Gastarbeiter“ und die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge in besonderer Weise präsent ist.

Bei der Vorbereitung und Durchführung der Reise waren zwei Fachleute beteiligt, die selbst aus Bosnien stammen und damit das Gespräch mit Vertretern der jeweiligen religiösen, gesellschaftlichen und politischen Institutionen wesentlich erleichterten: Dr. Ferid Kugic, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart und Marko Bilic, Mitarbeiter des Caritasverbandes Stuttgart e.V.

Im folgenden sind neben dem Programm der Reise die verschiedenen Beiträge dokumentiert. Eine Link-Liste der besuchten Institutionen schließt sich an.

Die vorliegenden Beiträge sind in gedruckter Form über die Akademie kostenlos erhältlich. Bestellungen per E-Mail bitte an barwig@akademie-rs.de.



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