Für Natur, Umwelt, Schöpfung. Diesen ethischen Grundton setzen die Kirchen im Vertrauen auf das der Welt angebotene Heil Gottes. Wer verantwortungsvoll in das 21. Jahrhundert gehen will, muss aus Liebe zu Mensch und Welt ökologisch sauber handeln. Natürliche Rohstoff- und Energiequellen zu schonen, gehört im Interesse einer guten Zukunft in der christlichen Werteskala ganz nach oben.
Die deutschen katholischen Bischöfe haben in ihrem Ökologiepapier von 1998 "Handeln für die Zukunft der Schöpfung" nahegelegt, in der Kirche "Zukunftswerkstätten für nachhaltigen Lebensstil" einzurichten. Konkret empfehlen sie Solaranlagen für kirchliche Gebäude.
Energie von der Sonne: Umkehr zu sauberer Energienutzung ohne Verbrennung fossiler Rohstoffe, ohne Ausstoß von Kohlendioxid (CO2).
Die WissenschaftlerInnen sind sich einig, dass selbst bei einer (ohnehin unmöglichen) sofortigen Abkehr von der Verbrennung fossiler Rohstoffe eine Schädigung der Erdatmosphäre auf mehr als 150 Jahre hinaus bestehen bleibt. Nach heutiger Kenntnis müßte der weltweite Ausstoß von CO2 auf der Stelle um 60 bis 80 Prozent reduziert werden, um dieses Gas in der Atmosphäre auf den heutigen Stand zu begrenzen.
Die Photovoltaikanlage der Akademie erzeugt rund ein Viertel des Strombedarfs von Alt- und Neubau des Tagungskomplexes in Stuttgart-Hohenheim. Was die Sonne der Akademie an Energie nicht liefern kann, besorgen die Neckarwerke Stuttgart aus regenerativen Energiequellen.
Das Solarkraftwerk ist das erste seiner Art auf einer kirchlichen Akademie in Deutschland. An diesem Ort des Dialogs wird die Schonung der Energieressourcen die tägliche Arbeit beeinflussen und einen festen Platz im Tagungsangebot haben: Multiplikation und Demonstration eines zukunftweisenden Konzepts. Und so erwartet man in Hohenheim auch Anregungen aus dem Dialog mit den Tagungsgästen.
Die Photovoltaik der Akademie produziert jährlich 13.000 Kilowattstunden und deckt damit rund 25 Prozent des Strombedarfs im Tagungszentrum. Zum Vergleich: Ein sparsamer Vierpersonen-Haushalt braucht im Jahr rund 3.000 Kilowattstunden. Auf 150 Quadratmeter Fläche fangen die auf dem Dach des Altgebäudes installierten 129 Solarmodule der 14,8-Kilowatt-Anlage die Sonnenenergie ein und verwandeln sie in elektrischen Strom. Der jährliche CO2-Ausstoß verringert sich durch den Einsatz von Solarstrom und regenerative Restversorgung auf 14 bis 31 Tonnen. Ökologisch sauber: selbst die Module hat die Freiburger Solar-Fabrik GmbH emissionsfrei hergestellt.
Solarstrom AG
S.A.G. Solarstrom AG
Munzinger Straße 10, 79111 Freiburg
Telefon: 0761 40002 00
Fax: 0761-40002-19
E-Mail: mail@solarstromag.de
Kompetente BeraterInnen standen der Akademie zur Seite. Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG, führend in der solaren Stromgewinnung, baute und installierte die Anlage auf dem Dach des Altbaus an der Hohenheimer Paracelsusstraße. Große Solarprojekte wie jenes im Freiburger Dreisamstadion konnte die Solarfirma bereits verwirklichen und ihre Erfahrungen in die Photovoltaik der Akademie einfließen lassen.
Sonnenkraft reißt offenbar mit. Im Jahr 1998 ging die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG an die Börse und ist nach wie vor das erste und einzige börsennotierte Unternehmen, das ausschließlich die Produktion und Vermarktung von Solarstrom zum Geschäftsinhalt hat. Inzwischen hat sich ihr Aktienwert fast verdoppelt. 3.000 AktionärInnen setzen ihr Kapital auf solaren Strom. Im November 1999 platzierte die Gesellschaft erfolgreich das zweite Aktienpaket.
In Deutschland, Österreich und in der Schweiz installierte die S.A.G. Solarstrom AG mehrere große Solarkraftwerke - bis Ende 1999 rund 5.200 Quadrameter Modulfläche mit einer jährlichen Gesamtleistung von fast einer halben Million Kilowattstunden. Derzeit produziert die Solar-Fabrik GmbH (Freiburg) jährlich 35.000 Quadratmeter Modulfläche mit insgesamt 3,5 Megawattstunden Leistung, die sich problemlos auf 5 Megawattstunden erhöhen ließe.
Ein förderungswürdiges Projekt: Zu den 200.000 Mark Gesamtkosten steuerte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt 90.000 Mark bei, der Freundeskreis der Akademie 75.000 und EinzelspenderInnen bis zur Einweihung 25.000 DM. Die Akademie ist zuversichtlich, dass weitere SpenderInnen den Restbetrag übernehmen, so dass keine Kirchensteuermittel gebraucht werden.
© Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Impressum
Die Linzer Künstlerin Gerlinde Miesenböck beschäftigt sich in der Fotoserie „Das Erbe“ mit ihrer eigenen Kindheit, ihrer Herkunft und Identität. Im Gegensatz dazu nimmt der aus Süddeutschland stammende Künstler Claudio Hils sein gesellschaftliches Umfeld in den Blick.
Vernissage
23. Januar 2012, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer
23. Jan. bis 29. Juli 2012
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungszentrum Hohenheim
Paracelsusstraße 91
70599 Stuttgart
Telefon: 0711 451034-600
E-Mail: hohenheim@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-16 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Die beiden Künstler dieser Gruppe interessieren sich für die Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichem. Sie gestalten passend zum Jahresthema situative Werkkomplexe, die nicht abgeschlossen sind und vom Betrachter vervollständigt werden können.
Vernissage
5. Februar 2012, 17.00 Uhr
Ausstellungsdauer
5. Feb. bis 22. Juli 2012
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage